Das themenbezogene Engagement des SJR ist so vielfältig wie seine Verbände.
Die Mitgliedsverbände sowie der SJR selbst, sind Teil des Gemeinwesens der Stadt Wiesbaden.
Dadurch entstehen viele Berührungspunkte mit anderen Einrichtungen, Behörden, Ämtern und [freien] Trägern der Jugendhilfe.  Um die bestehenden Beziehungen zu festigen und zu entwickeln, sowie themenbezogen Partner zu finden, ist es Aufgabe und Ziel des Stadtjugendrings sich in die Stadt hinein zu vernetzen.  Aus diesem Grund arbeitet der SJR zurzeit in  verschiedenen Arbeitskreisen bzw. Bündnissen mit. Diese dienen dem fachlichen Austausch, der inhaltlichen Arbeit in Netzwerken, sowie der Bündelung von Ressourcen. Im Folgenden stellen wir einige der inhaltlichen Bündnisse des SJR vor.

„Runder Tisch bürgerschaftlichen Engagements“

Der „Runde Tisch bürgerschaftliches Engagement“ wurde 2008 nach einer systematischen Bestandsaufnahme zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement in der Landeshauptstadt Wiesbaden“ durch das Amt für Statistik und Stadtforschung initiiert. Die damals befragten Träger und weitere Bürger Wiesbadens, die in ihren Einrichtungen und Institutionen mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten, treffen sich halbjährlich, um sich bezüglich Strukturen und Entwicklungen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements auszutauschen. Seit März 2012 nimmt der Stadtjugendring Wiesbaden e. V. an den Treffen des Runden Tisches teil, um die Anliegen der Jugendorganisationen zu vertreten. Wir wünschen uns, dass die Sichtweisen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Prozess der Entwicklung des Bürgerengagements in der Landeshauptstadt nicht ungehört bleiben.  Wir verstehen uns auch hier als ein Sprachrohr für die Wiesbadener Jugendorganisationen.

Arbeitskreis Bürgerengagement

Ende 2014 wurde der SJR zum „Arbeitskreis Bürgerengagement“ eingeladen. Dieser Arbeitskreis widmet sich der Weitentwicklung ehrenamtlichen Engagements in der Stadt Wiesbaden. Dabei sollen vor allem die laut Studien des Amtes für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik im Bereich Ehrenamt schwach vertretenen Gruppen „Jugendliche“ und „Migrant*innen“ in den Fokus genommen werden. Wir als SJR fungieren mit unseren Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Engagierten und Migrantenjugendselbstorganisationen in diesem Kreis als Berater*in. Dabei sehen wir eine Bündelung der Ressourcen dieser Organisationen zur Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Engagements als förderlich.  Wir wissen schon seit der letzten Erhebung von 2009 und von 2014 [LINKS auf Stadthomepage], dass sich zwar unterdurchschnittlich wenige Jugendliche in Wiesbaden engagieren, aber auch, dass eine hohe Bereitschaft dazu besteht. Deswegen versuchen wir seit Jahren, bessere Rahmenbedingungen für den SJR und die Jugendorganisationen als solche zu erreichen, um diese Potenziale auch zu nutzen.
Wir setzen uns dafür ein gemeinsam im Netzwerk mit den Mitgliedern die Rahmenbedingung für Ehrenamtlichkeit zu analysieren und im gemeinsamen Austausch miteinander Chancen und Ansätze zur Verbesserung dieser Rahmenbedingungen zu entwickeln.

Zusammen[wachsen] in Wiesbaden

Im Rahmen unserer Arbeit rund um das Thema „Bundeskinderschutzgesetz“ haben wir auf Einladung der Fachstelle Kinderschutz des Amtes für Soziale Arbeit an der ersten Netzwerkkonferenz Kinderschutz und Frühe Hilfen „Zusammen[wachsen] in Wiesbaden“ teilgenommen, um uns aktiv zu vernetzen und die Strukturen in Wiesbaden kennenzulernen. Auch hier verstehen wir uns als Sprachrohr der Wiesbadener Jugendorganisationen. Nach fachlichen Inputs haben wir an den Workshops zu den Themen „Nutzen für und die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien“, „Ziele für das Netzwerk Frühe Hilfe und Kinderschutz“ und „Einsatz von ehrenamtlichen Engagement“ teilgenommen. Dabei zeigten wir unter anderem auf, dass die Rolle der Jugendorganisationen ein starker Baustein in der Präventionsarbeit sein kann, denn Jugendverbände haben das Ziel, Kinder und Jugendliche zu stärken. Eine bessere Voraussetzung für Prävention als starke, selbstbewusste Kinder und Jugendliche, die klare Grenzen setzen und Probleme kommunizieren, kann es unserer Meinung nach nicht geben.

Begleitausschuss: Demokratie leben

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ begleitet der SJR den Stadtschüler*innenrat Wiesbaden [LINK] mit stellvertretendem Sitz im Begleitausschuss. Er unterstützt den SJR bei der Verwaltung des Jugendfonds im Rahmen der „lokalen Partnerschaft für Demokratie“ in Wiesbaden.
Weitere Informationen findet ihr unter www.demokratie-leben.de
 

HaLT! – Hart am Limit!

HaLT LogoUm der Entwicklung, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche ins „Koma saufen“, entgegenzuwirken, wurde 2007 auf Initiative der Polizeidirektion Wiesbaden das Kooperationsprojekt „HaLT!“ gegründet. Dieses wird von der Landeshauptstadt Wiesbaden [Ordnungsamt, Amt für Soziale Arbeit], dem Suchthilfezentrum, der Kinder- und Jugendklinik der HSK, der Hochschule RheinMain und dem Polizeipräsidium Westhessen getragen. Der SJR ist seit 2007 Teil von „HaLT“.

Das Bündnisprojekt setzt sich ein für:
  • die vielseitige Sensibilisierung im Umgang mit Alkohol;
  • das Aufzeigen von Risiken und Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs;
  • konkrete Hilfsangebote, die auch das Umfeld der Jugendlichen mit einbeziehen;
  • Beratung und Information für Kinder, Jugendliche, Eltern und Schulen;
  • suchtpräventive Angebote

Seit Beginn hat sich der SJR an den Sitzungen des Bündnisses beteiligt und verstand sich dabei vor allem als Multiplikator eines „haltbaren“ Umgangs mit Alkohol, der den Blick der Jugendlichen schärfen möchte. Dabei betrachten wir die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die Teilnehmer von Angeboten der Jugendorganisationen stets kritisch.
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