Der Stadtjugendring Wiesbaden ist vielfältig.
Christliche Pfadfinder treffen auf die Jugendfeuerwehr, die politisch-ökologisch geprägten Naturfreunde auf das Jugendrotkreuz. Die Sportjugend, als mitgliedsstärkster Verband diskutiert im Netzwerk an einem Tisch mit den Vertreter*innen des  Kinder- und Jugendtelefons, das nicht einmal ein Hundertstel der Mitglieder hat.
Unsere Vielfalt bietet uns zahlreiche Chancen. Wir lernen über den Tellerrand hinaus zu schauen, lernen Arbeits- und Lebensumstände anderer Jugendorganisationen kennen und setzen uns mit ihnen auseinander. Dabei lernen wir auch, in Diskussion und internen AGs, Vielfalt auszuhalten und sie in demokratischen Prozessen selbst zu gestalten, zu reflektieren und im Miteinander zu leben.
Voraussetzung dafür ist das Interesse am Anderen und die Idee der gleichberechtigten Teilhabe aller in unserer Stadt arbeitenden Kinder- und Jugendgruppen.

Das verstehen wir unter inklusiver Arbeit!

InklusionUnser Ziel ist, dass wir über unsere schon vorhandene Vielfalt hinaus die gesamte Vielfalt der in Wiesbaden tätigen Jugendorganisationen im SJR abbilden möchten. Denn sie alle können und sollen an unserem Netzwerk partizipieren.
Es bedeutet aber nicht, dass wir die „Anderen“ in unserer Stadt als „anders“ identifizieren, um sie dann gönnerhaft in unsere mehrheitsgesellschaftlichen Strukturen zu integrieren. Es bedeutet nicht ihnen etwa beibringen zu wollen, wie man sich zu verhalten hat, wenn man teilhaben will an gesellschaftlichen Prozessen und Strukturen. Es geht nicht um Integration!

Wir möchten Strukturen schaffen, an denen alle gleichermaßen partizipieren können, ohne dass sie sich anpassen müssen. „Andere“ sollen anerkannt werden, in ihrer Einzigartigkeit, so wie sie sind.
Wir möchten allen Jugendorganisationen in Wiesbaden auf Augenhöhe begegnen, sie kennen lernen, von ihnen lernen und herausfinden, welche Themen uns verbinden und uns als Netzwerk der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Wiesbaden weiter beschäftigen werden.

Dabei fangen wir bei uns selbst an. Denn nur durch die eigene und persönliche Reflexion der vorhandenen Strukturen, der Haltung von Mitarbeiter*innen und ehrenamtlich Aktiven können wir eine Vereinsstruktur schaffen, die wirkliche Teilhabe zulässt.

In der Auseinandersetzung mit diesen Fragen entwickelten sich die handelnden Personen im SJR und entdeckten, dass Begriffe wie „Integration“ und  „interkulturelle Öffnung“ Haltung prägen und reproduzieren.  Heute können wir sagen, dass wir uns öffnen, inklusiv arbeiten und arbeiten möchten.

Dies ist eines der zentralen Ergebnisse unserer Arbeit der letzten Jahre!


Die Methode dafür ist ganz einfach. Zum einen geht es uns um das Ermöglichen von Begegnung zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zum Beispiel in der Erläuterung der Zugänge zu maßnahmegebundenen Zuschüssen für ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit und die Erklärung von Diskussionen und Entscheidungsprozessen bei Vollversammlungen. Dies ermöglicht das Einbinden und Teilhabenlassen von vielen unterschiedlichen Jugendorganisationen an unserem Netzwerk.
 
Zum anderen geht es darum, seine eigene Haltung immer wieder zu überprüfen. Sowohl in Form von Gesprächen, informeller und formeller Weiterbildung, als auch in der Auseinandersetzung mit den von uns geschaffenen Strukturen im Stadtjugendring, aber auch in unseren Mitgliedsverbänden.

Wenn du Interesse hast dir ein Gesamtbild unserer Arbeit zu machen, dann schau dir einfach mal unsere Publikation "5 Jahre [interkulturelle] Öffnung" an. Diese findest Du hier.

Sehr gerne kannst du uns aber auch jederzeit persönlich ansprechen und dich mit uns über das Thema austauschen.

Wir freuen uns über dein bzw. euer Interesse.

Euer SJR-Team

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